Zum Stein gehört zwangsläufig der Mörtel


Definition für den Gebrauch:

 

Mörtel ist eine Mischung aus Bindemittel, wie Sumpfkalk, hydraulischem Kalk oder Zement und Zuschlagstoffen wie Sand, Lehm, Staub, Farbe, Joghurt, Eigelb oder auch Kalberhaar.

Das Bindemittel macht, dass es zusammen mit den Zuschlagstoffen eine harte Masse wird, die für die verschiedensten Bedürfnisse beim Bauen gebraucht werden kann.

Seine wichtigste Funktion ist die Sicherstellung eines Steinverbandes innerhalb einer Mauer oder nur schon zwischen zwei Einzelsteinen.

Er hilft, dass wir die Steine nicht trocken aufeinander stellen müssen.

 

Seine genau so wichtige Aufgabe ist das Ausbilden von Oberflächen innen und aussen in Form verschiedenster Verputze.

Hier kommen je weiter ausgebildet diese Verputze sind Spezialmischungen zum Zug, die hier nicht dargelegt werden können.

Aber auch diese Mischungen bestehen alle aus Bindemittel und Zuschlagstoff.

 

Im Restaurierungsbereich kommt dann seine weiter wichtige Aufgabe zum Zug. Er ergänzt Fehlstellen an bestehenden Natursteinoberflächen.

Da heisst er Imitation, besteht aber auch aus Bindemittel und Zuschlagstoff.

 

Es ist das Verhältnis von Bindemittel zu Zuschlagstoff und die Körnung und  Zusammensetzung des Zuschlags, die seine Funktion definiert.

 

In gepresster Form kommt er uns als Kunststein eintgegen.

Sei es als römischer Kunststein, als Natursteinersatz aus der Wende um 1900 oder als Massivbeton, es ist immer Bindemittel mit Zuschlag.

 

Im historischen Bereich und für uns Steinrestauratoren sind die Mauer- und Versetzmörtel aus Sumpfkalk und die massengefärbten Kunststeine aus dem späteren Historismus besonders interessant.

 

Arbeiten mit Sumpfkalkmörtel macht Spass.

Das Nachmischen massengefärbter Kunststeinmischungen macht ebenso Freude  und damit der Verzicht auf die  Lasur.

 

 

 

 

 

 

Sieben Voluten der Pilaster-Kapitele wurden mit einem Imitationsmörtel restauriert, um das Original erhalten zu können.

Es ist eine vor Ort gemischte eigene Mörtelmischung und die Oberfläche wurde nicht Lasiert.

Hier sind einige der restaurierten Voluten. Sie sind nicht Lasiert.